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3Raum Zweiter beim PRINZ Award!!!
Do 27.10.2011
Die Leser des Stadtmagazins PRINZ haben wieder online gevotet und in neun Kategorien ihre Stimmen abgegeben. Neben den besten CDs des Jahres, der besten Austellung oder der besten Party wurde...... mehrzur News

 

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Interview mit Aaron Bingle aka Deja-Move

3RAUM-DJ (jeden dritten Freitag im Monat) Aaron Bingle über Musikmoden, Loungemusik und Metropolen. Gerade ist unter dem Synonym Deja-Move die allen 3RAUM-Gängern höchst zu empfehlende CD „Remember The Past" bei SPV erschienen.    

Du nennst/nanntest dich Aaron Bingle, Deja-Move und Ich-Zwerg. Wer bist du eigentlich?

Ich bin natürlich alle 3 und noch 4 andere, die ich bis jetzt noch nicht rausgelassen habe.Das ist das Lied der Kreativen, die Lust haben, verschiedenen Lebensgefühle auszudrücken, die Genremäßig nur bedingt zueinander passen. Deswegen macht man dann verschiedene Projekte.Konkret war der "Ich-Zwerg" einfach mein erstes musikalisches Projekt und Lebenszeichen nach Außen.Danach kam die Weiterentwickelung in Richtung Downbeats und Electronica mit "Deja-Move" und"Aaron Bingle". Ich wollte internationaler arbeiten und habe deswegen den Namen "Aaron Bingle" gewählt.Das ist der Name, der als Musiker oder Produzent hinter allen Arbeiten steht. Ich hatte Compilation/Remix-veröffentlichungen in Amerika, Frankreich, Japan, England, Neuseeland, Spanien, etc.Ihr habt noch vergessen "Channel Two" zu erwähnen, das Projekt das ich zusammen mit meinem PartnerTerence Yoshiaki in L.A. mache. WIr haben Features von Künstlern wie "Patrice", "MIng (Spooks)","Tré Hardson (The Pharcyde)" u.v.a. an Bord. Ich selber bin einfach der, der seinen Empfindungen gefolgtist und seine musikalische Entwickelung zeitgleich mit neuen Namen und Sounds nach Außen trägt.

Deine neue CD heißt Remember The Past, klingt aber sowohl alt wie modern. Wie definierst du deine Musik selber?

Bei "Remember the Past" war es mir wichtig ein solides Album zu machen, ein "Listening" Album, das meinen musikalischen Weg aufzeigt, moderne Elemente des Downbeat in sich trägt, aber auch poppige Ansätze hat. Ich habe einen deutlich höhernen Anteil an Vocaltunes, wie z.B. "Affected" mit der New Yorker R´n´B Sängerin "Lizz Fields". Ich wollte was machen, das man auch in 10 jahren noch hören kann. Der Name ist Programm. Die Aussage ist so klar und einfach wie das Leben selbst, erinnere dich an die Vergangenheit, es ist deine Herkunft, deine Prägung, dein Lehrer.Eigentlich ist alt und modern gut getroffen, ich versuche alte und neue Wege miteinander zu verbinden, habe schon immer eine große Affinität zu 60ies und 70ies Sounds gehabt, das wird wohl auch immer so bleiben. Natürlich beeinflußt mich das aktuelle musikalische Geschehen ebenso. Mein Ansatz ist von Platte zu Platte verschieden. Das erste Deja-Move Album "Sunday" war Liebe pur. "Collect the Cuts" war eine Sammlung von auflegbaren Lounge und Downbeatsounds im Deja-Move Gewand. Diesmal ging es irgendwie um Zeit.

Kann man Deja Move auch live erleben?

In Hannover lege ich im Team mit Karbunk Lottinger jeden 3ten Freitag im 3Raum auf. Das ist dann natürlich nur zur Hälfte mein Vibe, aber Karbunks und meine Sachen ergänzen sich so gut, dass das wieder einenanderen, sehr schönen und eigenständigen Flow haben. We Don´t Fear No Styles.
Langfristig überlege ich unabhängig davon schon wie ich das ganze Liveding erweitern kann, ob ich z.B. anfange Instrumente einzubinden, oder ein Mischset erarbeiten möchte, wo ein kleines Liveset im Abend integriert ist. Futureplans - alles offen.

Wie findest du den Begriff Lounge-Musik und machst du selber welche?

Das ist ja fast schon eine Abwertung in sich geworden, wegen der ganze oberflächlichen Milchkaffeetrinkerattitüde die damit verbunden wird, so ähnlich wie Deephouse in einer kommerzielleren Version mal eben zu Beachhouse mutiert ist. Echt schade. Man sieht bei Lounge sofort ein paar Bikinimädels am Strand und hört dabei daherplätscherndes Geseier in den Ohren. Zu viele belanglose Produkte haben den Markt zugleich gestärkt, aber auch zerstört. Ich selber werde mit den Sachen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe sicher gerne in die Loungeecke gesteckt. Die Funktion dieser Musik ist mir nach wie vor sehr willkommen, ich entspanne gerne mit Musik, egal wie sie heißt. ok.


Wo verbringst du deine Zeit  in Hannover am liebsten?

Am liebesten jumpe ich immer zwischen den verschiedenen Locations hin und her. Ansonsten treffe ich mich gerne mit meinen Leuten, Heim W., bei Gaby, Ping Pong, Mezzo, 3 Raum, Cumberlandsche, schaue auch
mal gerne ins Palo etc., die üblichen Verdächtigen...

Der Hamburger Rapper Jan Delays nennt Hannover in einem Atemzug mit Hildesheim. Seine Meinung: Kleinstädte wie Hannover sind total unsexy. Deine Meinung?

Meine Meinung: Home is where the heart is. Der Ruf Hannovers ist schlechter als die Stadt selber.Das ist eine undurchdachte Aussage. Ich denke alles im Leben hat 2 Seiten. Man könnte ebenso sagen, Hamburg sei eine riesige Ansammelung von kalten und arroganten Menschen. Das ist so subjektiv. Ich kenne beide Städte sehr gut und es gibt in beiden Städten Seiten die ich Liebe und andere mit denen ich nicht so gut klarkomme. Mein Herz schlägt in Hamburg mittlerweile für den Stadtteil Eimsbüttel, wo ich die meiste Zeit gelebt habe. Wenn man wie ich zuvor 10 Jahre in Hannover gelebt hat, kann man auch dort die sexy Seiten der Stadt kennenlernen. Mein Herz schlägt für beide Städte.

Dein Lieblings-Song im Moment?

MOOD & CUE VS. JOE MONTANA - THE SECRET

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Ankündigung Heavy Listening Session